KI Power SwissKI-LevelMein KI-Level testen
2 Min. Lesezeit

Bilder mit KI erstellen: brauchbar statt beliebig

Bilder mit KI erstellen, die im Büro funktionieren: Mit Zweck, Motiv, Komposition und Prüfliste kommst du in 30 Minuten zum brauchbaren Visual.

Quick WinPraxis

Bilder mit KI erstellen geht schnell. Ein brauchbares Bild für Intranet, Flyer oder Präsentation entsteht trotzdem nicht durch eine Liste wie «modern, clean, professionell». Diese Wörter geben der KI keine Szene. In 30 Minuten kommst du weiter, wenn du zuerst den Einsatz klärst und dann wie eine Bildredaktion briefst.

Schritt 1: Lege Zweck und Format fest

Schreibe vor dem ersten Versuch drei Angaben auf:

  • Einsatz: Wo erscheint das Bild?
  • Format: Querformat, Hochformat oder Quadrat?
  • Freiraum: Wo muss Platz für Titel, Logo oder Text bleiben?

Ein Präsentationsbild braucht meist Ruhe und Platz neben dem Motiv. Ein Intranet-Teaser muss auch klein lesbar bleiben. Ein Flyer braucht genügend Auflösung für den Druck. Diese Anforderungen gehören in den Auftrag, bevor du das Motiv beschreibst.

Schritt 2: Beschreibe eine konkrete Motividee

Ersetze Adjektive durch sichtbare Dinge. Nicht: «Ein innovatives Team arbeitet modern mit KI.» Besser:

Drei Personen sitzen an einem hellen Besprechungstisch. Auf dem Bildschirm ordnen sie farbige Karten zu einem klaren Ablauf. Eine Person zeigt auf den nächsten Schritt. Dokumentarische Büroszene, ruhige Navy- und Rosatöne, Querformat 16:9, viel freie Fläche links für einen Titel.

Das Briefing nennt Personen, Handlung, Umgebung, Bildsprache, Farben, Format und Textfläche. Die KI muss nicht erraten, was «innovativ» für dich bedeutet.

Schritt 3: Ergänze eine kurze Negativliste

Schreibe nicht zwanzig Verbote auf. Nenne die drei bis fünf Klischees, die dein Bild unbrauchbar machen würden:

Kein Stockfoto-Lächeln, keine humanoiden Roboter, keine leuchtenden Gehirne, keine erfundenen Logos, kein Text im Bild.

Die Negativliste ersetzt keine Motividee. Sie hält nur die häufigsten Ausrutscher fern.

Bilder mit KI erstellen heisst Varianten vergleichen

Lass dir vier Varianten derselben Idee zeigen. Entscheide zuerst nach Komposition, nicht nach Details. Prüfe:

  1. Ist die Hauptaussage in zwei Sekunden erkennbar?
  2. Bleibt die vorgesehene Textfläche wirklich frei?
  3. Passt die Farbwelt zur Marke?
  4. Wirkt die Szene glaubwürdig statt wie ein Werbeklischee?

Wähle die beste Komposition und ändere danach nur eine Sache pro Runde. Zum Beispiel den Bildausschnitt, die Kleidung oder den Hintergrund. Wenn du alles gleichzeitig änderst, verlierst du die gute Ausgangslage.

Der Schlusscheck vor der Verwendung

Zoome ins Bild. Prüfe Hände, Gesichter, Zähne, Spiegelungen, Kabel, Bildschirmtexte und Gegenstände im Hintergrund. Suche nach erfundenen Logo-Elementen. Entferne unleserlichen Text oder generiere die Fläche ohne Schrift neu.

Prüfe danach die Nutzungsbedingungen deines Werkzeugs und eure internen Regeln. Zeigt das Bild eine erkennbare reale Person oder wirkt es wie ein echtes Ereignis, braucht es besondere Sorgfalt. Für Deepfakes und gewisse KI-Inhalte gelten seit August 2026 zusätzliche Transparenzregeln. Die Einordnung zur Kennzeichnung von KI-Inhalten erklärt, wann ein sichtbarer Hinweis nötig wird.

Dein nächster Schritt: Nimm ein Bild, das du diese Woche wirklich brauchst. Schreibe Zweck, Format, Motiv, Farbwelt und drei Ausschlüsse in fünf Zeilen. Erzeuge vier Varianten und prüfe die beste mit derselben Sorgfalt wie eine KI-Antwort.

← Alle Beiträge