Du chattest jeden Tag mit ChatGPT, Claude oder Copilot. Aber wenn dich jemand fragt, wie gut du mit KI wirklich bist, fehlt dir die Antwort. Genau dafür gibt es einen schnellen Trick: Du kannst dein KI-Level testen, indem du die KI deinen eigenen Verlauf auswerten lässt. Ein Prompt genügt.
KI-Level testen: der Prompt zum Kopieren
Kopiere diesen Prompt unverändert in dein KI-Tool:
Analysiere anhand unserer bisherigen Zusammenarbeit, wie ich KI heute im Arbeitsalltag nutze.
Stelle mir keine Fragen und verwende nur konkrete Hinweise aus unserem bisherigen Verlauf.
Nenne in genau drei kurzen Punkten:
1. Eine KI-Arbeitsweise, die ich bereits gut beherrsche.
2. Ein konkretes Beispiel aus unserem Verlauf, das diese Einschätzung belegt.
3. Den nächsten sinnvollen Entwicklungsschritt, der mir beruflich den grössten Hebel bringt.
Falls du keine belastbaren Hinweise findest, schreibe offen: «Zu wenig Verlauf für eine fundierte Einschätzung.»
So setzt du ihn ein
Wähle das KI-Tool, in dem dein längster Verlauf liegt. Nutzt du seit Monaten vor allem ChatGPT, dann dort. Arbeitest du täglich mit Claude oder Copilot, dann eben da.
Wichtig: Das Tool muss auf deine bisherigen Chats zugreifen können. Bei den meisten Tools heisst diese Funktion Speicher oder Verlaufsbezug und lässt sich in den Einstellungen aktivieren. Ohne diesen Zugriff bekommst du nur eine höfliche Ausrede.
Dann Prompt einfügen, abschicken, lesen. Das Ganze dauert keine zwei Minuten.
So liest du das Ergebnis
Die drei Punkte sagen dir mehr, als du erwartest:
- Punkt 1, deine Stärke: Steht hier «gute Fragen stellen» oder «Texte überarbeiten lassen», bewegst du dich auf der Stufe Chat und Prompten. Steht hier «Projekte mit eigenen Dokumenten» oder «wiederkehrende Abläufe», bist du schon weiter.
- Punkt 2, der Beleg: Prüfe ihn. Stimmt das Beispiel? Wenn die KI hier vage bleibt oder etwas erfindet, ist die ganze Einschätzung wenig wert.
- Punkt 3, der nächste Schritt: Das ist der spannendste Teil. Vergleiche ihn mit den fünf Stufen der KI-Nutzung: Chat und Prompten, Kontext und Projekte, Skills, Automation, Agenten. Meist zeigt der Vorschlag genau auf die nächste Stufe.
Kommt die Antwort «Zu wenig Verlauf für eine fundierte Einschätzung», ist das kein schlechtes Zeichen. Es ist eine ehrliche KI. Dann fehlt schlicht die Datenbasis.
Was der Test kann und was nicht
Sei ehrlich mit dir: Diese Auswertung ist ein Indiz, keine Messung. Die KI sieht nur den Verlauf in einem einzigen Tool. Sie sieht nicht, wie du Resultate prüfst, wie du Aufgaben auswählst oder was du in anderen Tools machst. Und sie neigt zum Schmeicheln.
Dazu kommt: Bei der eigenen KI-Kompetenz liegen die meisten Menschen ohnehin daneben, warum das so ist, liest du hier.
Darum unser Vorschlag: Nutze den Prompt als ersten Spiegel. Und wenn du deinen Standort wirklich wissen willst, mach danach den KI-Level-Check auf der Startseite. Der dauert fünf Minuten, fragt konkrete Arbeitsweisen ab und verortet dich sauber im Level-Modell. Beides zusammen ergibt ein ehrliches Bild: aussen die Verlaufsanalyse, innen deine tatsächliche Arbeitsweise.