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KI-Champions im Team finden: eine 20-Minuten-Übung

KI-Champions im Team erkennst du nicht an Titeln. Mit dieser 20-Minuten-Übung findest du Menschen, die aus KI echte Arbeitsweisen machen.

Quick WinUnternehmen

KI-Champions im Team sind selten die Personen, die am lautesten über neue Tools reden. Es sind die Menschen, die aus einem Versuch einen brauchbaren Ablauf machen und ihn mit anderen teilen. Mit einer einfachen 20-Minuten-Übung findest du sie, ohne Selbsteinschätzung und ohne Techniktest.

Die Aufgabe: Zeig eine Arbeit, die du mit KI verbessert hast

Lade dein Team zu einer kurzen Session ein. Alle bringen eine echte Aufgabe aus den letzten vier Wochen mit, bei der KI geholfen hat. Kein Vortrag, keine Folien.

Jede Person beantwortet in höchstens zwei Minuten vier Fragen:

  1. Welche Aufgabe habe ich bearbeitet?
  2. Was hat die KI übernommen?
  3. Was musste ich selbst prüfen oder entscheiden?
  4. Was würde ich beim nächsten Mal wiederverwenden?

Wer noch kein Beispiel hat, darf eine Aufgabe nennen, die sich für einen ersten Versuch eignet. Das ist kein Defizit. Es zeigt den aktuellen Standort.

Worauf du als Führungskraft achtest

Suche nicht nach dem spektakulärsten Resultat. Achte auf vier Verhaltensweisen:

  • Die Person beginnt bei einer echten Aufgabe. Nicht beim Tool.
  • Sie kann die Arbeit in Schritte zerlegen. Damit wird der Ablauf wiederholbar.
  • Sie benennt Fehler und Kontrollpunkte. Das zeigt Urteilsvermögen statt blindes Vertrauen.
  • Sie teilt, was funktioniert. Ein Champion macht das Team besser, nicht nur sich selbst.

Wer alle vier Punkte zeigt, muss noch keinen Agenten gebaut haben. Diese Person bringt aber die wichtigsten Grundlagen mit: Neugier, Prozessdenken, Qualitätsbewusstsein und Lernbereitschaft.

Der wichtigste Teil kommt nach der Übung

Wähle zwei Beiträge aus, die für andere im Team nützlich sind. Gib den Personen je eine Stunde Arbeitszeit, um ihr Vorgehen zu dokumentieren und mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu testen.

Das Ergebnis kann klein sein: eine Projektanweisung, eine Prüfliste oder ein wiederverwendbarer Skill. Entscheidend ist, dass aus persönlichem Können ein gemeinsamer Standard entsteht.

So verhinderst du auch, dass sich die interne KI-Lücke vergrössert. Wenn gute Lösungen unsichtbar bleiben, arbeiten zwei Menschen an derselben Aufgabe bald mit völlig unterschiedlichem Aufwand.

Was du vermeiden solltest

Ernenne KI-Champions nicht nur aufgrund der Rolle, des Alters oder der Selbsteinschätzung. Und mach daraus keinen unbezahlten Zusatzjob. Wer anderen helfen, Vorlagen pflegen und neue Abläufe testen soll, braucht Zeit und ein klares Mandat.

Die Übung ersetzt keine Standortbestimmung für das ganze Team. Sie zeigt dir aber schnell, wo bereits Substanz vorhanden ist. Wie du KI systematisch im Unternehmen verankerst, beschreibt der Guide KI im Team einführen.

Dein nächster Schritt: Reserviere im nächsten Teammeeting 20 Minuten. Bitte nicht um «coole KI-Beispiele», sondern um einen echten Ablauf mit Aufgabe, Anteil der KI, menschlicher Prüfung und Wiederverwendung.

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