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ChatGPT Datenschutz: 4 Einstellungen in 5 Minuten

ChatGPT Datenschutz in 5 Minuten: Training mit deinen Daten stoppen, Chats exportieren, geteilte Links prüfen. Plus Faustregel für heikle Daten.

Quick WinPraxis

Wusstest du, dass ChatGPT deine Eingaben standardmässig zum Trainieren seiner Modelle verwenden darf? In den Privat-Abos ist diese Option ab Werk aktiv. Wer beim Thema ChatGPT Datenschutz nie in die Einstellungen geschaut hat, teilt mehr, als ihm bewusst ist. Die Kontrolle zurückzuholen dauert fünf Minuten.

Eine Einordnung vorweg: Die Menüs ändern sich immer wieder. Die relevanten Optionen findest du aktuell unter Einstellungen und dort im Bereich Datenkontrollen, die genauen Bezeichnungen verschieben sich gelegentlich. Die vier Punkte selbst bleiben gleich.

ChatGPT Datenschutz: diese 4 Einstellungen prüfst du heute

1. Training mit deinen Daten deaktivieren. Suche in den Datenkontrollen die Option, mit der du das Modell «für alle verbessern» hilfst. Dahinter steckt: Deine Chats dürfen ins Training einfliessen. Schalte die Option aus. Deine Gespräche bleiben trotzdem gespeichert und nutzbar, sie werden nur nicht mehr fürs Training verwendet.

2. Temporäre Chats für Heikles nutzen. Für einzelne sensible Gespräche gibt es temporäre Chats. Sie tauchen nicht im Verlauf auf und fliessen nicht ins Training ein. Praktisch, wenn du etwas Persönliches klären willst, ohne gleich alle Einstellungen umzustellen.

3. Deine Daten exportieren. In den Datenkontrollen kannst du einen Export anfordern. Du bekommst ein Archiv mit deinen Gesprächen per E-Mail. Einmal reinschauen lohnt sich: Erst dann siehst du, was sich über Monate angesammelt hat. Viele sind überrascht.

4. Geteilte Links verwalten. Jeder Chat, den du je über einen Link geteilt hast, bleibt über diesen Link abrufbar. In den Einstellungen findest du die Liste aller geteilten Links. Räum sie auf und lösche, was nicht mehr öffentlich sein muss.

Dieselbe Logik gilt übrigens für Claude, Gemini und Copilot: Auch dort lohnt der Blick in die Datenschutz-Einstellungen, die Optionen heissen ähnlich.

Die Faustregel: Was nie in öffentliche KI-Tools gehört

Einstellungen sind die halbe Miete. Die andere Hälfte ist, was du überhaupt eintippst. Für alle öffentlichen KI-Tools mit Privat-Abo gilt:

  • Besonders schützenswerte Personendaten sind tabu: Angaben zu Gesundheit, religiösen oder politischen Ansichten, Sozialhilfe, Strafverfahren. Das Schweizer Datenschutzgesetz stellt sie besonders unter Schutz, und in einem öffentlichen Chat-Tool haben sie nichts verloren.
  • Keine Kundendaten ohne Grundlage: Namen, Verträge, Zahlen von Kund-/innen gibst du nur ein, wenn deine Firma das geregelt hat, etwa über eine Business-Lizenz mit entsprechendem Vertrag. Im Zweifel: anonymisieren. «Ein Kunde aus der Baubranche mit 40 Mitarbeitenden» funktioniert für die meisten Aufgaben genauso gut wie der echte Name.
  • Passwörter und Zugangsdaten: nie. Klingt selbstverständlich, passiert trotzdem.

Wichtig zu wissen: Business- und Enterprise-Versionen spielen in einer anderen Liga. Dort ist das Training mit Firmendaten vertraglich ausgeschlossen. Wenn deine Firma solche Lizenzen hat, nutze sie, statt mit dem Privat-Account zu arbeiten. Fehlen in deiner Firma solche Regeln komplett, entsteht schnell Schatten-KI im Büro, und die ist das eigentliche Risiko.

Der nächste Schritt: Nimm dir jetzt die fünf Minuten. Einstellungen öffnen, die vier Punkte durchgehen, fertig. Und wenn du dabei bist: Schick die Liste deinem Team weiter. Datenschutz-Grundeinstellungen sind Teamsache, nicht Privatvergnügen.

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